Durch das grüne Britz von der Hufeisensiedlung zum Britzer Garten  NEU 

Sehenswertes Weltkulturerbe, dörfliche Atmosphäre und leuchtendes Dahlienfeuer im Süden Berlins
Länge: 13,1 km | Start: U Blaschkoallee | Ziel: U Alt-Mariendorf
Vom U-Bahnhof Blaschkoallee sind es nur ein paar Schritte bis zur Hufeisensiedlung. Die von Bruno Taut geplante Großsiedlung aus den 1920er Jahren ist als eine von mehreren »Siedlungen der Berliner Moderne« Teil der UNESCO-Welterbeliste. Um das hufeisenförmige Hauptgebäude mit dem Hufeisenteich im Zentrum gruppieren sich schlichte Reihenhäuser an strahlenförmig abgehenden Straßen. Im Zickzack laufe ich an unterschiedlich bemalten Fassaden und Türen vorbei, bevor es durch den vor einigen Jahren wiederhergestellten Schlosspark nach Alt-Britz geht. Sehr dörflich sieht es hier aus, eine mittelalterliche Feldsteinkirche steht auf einem Hügel über dem Dorfteich, in dem sich das hübsche Schloss aus dem 18. Jahrhundert spiegelt. Nebenan laufen gerade die Vorbereitungen für das Apfelfest, das an diesem Wochenende auf dem Gelände des Gutshofs stattfinden wird.

Durch einen langen Grünzug zwischen Wohnsiedlungen gehe ich weiter zur historischen Bockwindmühle, die noch voll funktionstüchtig ist und an Sonntagen auch besichtigt werden kann. Nicht weit entfernt befindet sich bereits der Eingang zum Britzer Garten am Buckower Damm. Gerade einmal drei Euro kostet der Eintritt in den hervorragend gepflegten und schon sehr herbstlich geprägten Park. Höhepunkt ist zu dieser Jahreszeit zweifelsohne das »Dahlienfeuer« im westlichen Teil. Über 7000 meist farbenfroh leuchtende Dahlien sollen es sein, die hier in geometrischen Beeten farblich aufeinander abgestimmt zu sehen sind. Auch auf dem letzten Stück dieser grünen Tour lässt es sich angenehm abseits von Straßen durch einen weiteren Grünzug wandern, der vom Ausgang Tauernallee an einigen eiszeitlichen Pfuhlen vorbei fast bis nach Alt-Mariendorf führt.Weiterlesen

Grüne Runde in Marzahn

Bergbesteigungen, Gärten der Welt und Dorfatmosphäre in Deutschlands größter Plattenbausiedlung
Länge: 17 km | Start: S Raoul-Wallenberg-Straße | Ziel: S Raoul-Wallenberg-Straße
Heute darf sich Marzahn einmal von seiner grünen Seite zeigen. Gleich hinter dem S-Bahnhof verlasse ich die breiten Straßen und gehe zwischen lockerer Wohnbebauung durch ruhige Parkanlagen und Grünzüge. Besonders gefallen mir die bunten Blumen- und Hochbeete im Kiezpark Fortuna, bei deren Gestaltung und Pflege die Anwohner mithelfen können. Nach einem kurzen Stück durch das Flusstal der Wuhle führt ein ausgewaschener Trampelpfad auf den Großen Ahrensfelder Berg hinauf. Vom kahlen Gipfelplateau in 115 Meter Höhe bietet sich ein toller Blick in alle Himmelsrichtungen. Die vermeintliche Wasseroberfläche eines entfernten Sees entpuppt sich nun allerdings nur als Himmelsspiegelung auf einer großen Solaranlage.

Einige Kilometer folgt der Wanderweg nun dem von viel Grün eingerahmten Lauf der Wuhle. Vom Wuhlesteg konnte ich bei früheren Besuchen zweimal einen leuchtend blauen Eisvogel am Wuhleteich beobachten, doch heute habe ich leider kein Glück. Dafür steht nun die zweite Bergbesteigung des Tages an. Fast 120 Meter hoch ist der Kienberg samt der futuristischen Aussichtsplattform Wolkenhain, die sich auch gut als Kulisse eines James-Bond-Films eignen würde. Wer es bequemer mag, kann sich auch mit Berlins einziger Seilbahn vom U-Bahnhof Kienberg hier hinauf und weiter zu den Gärten der Welt im Erholungspark Marzahn bringen lassen. Die bereits vorhandenen Themengärten dieses Parks wurden zur Internationalen Gartenschau 2017 um große Flächen mit neuen Gartenkabinetten erweitert. Ganz ohne Siebenmeilenstiefel unternehme ich so in wenigen Stunden eine gärtnerische Weltreise in der hervorragend gepflegten Anlage, zuerst von Italien nach China, Japan und Korea, danach über Bali und Marokko zurück nach Europa.

Bevor es durch Grünzüge zwischen hohen Wohnblöcken zurück zum Ausgangspunkt geht, wird es jedoch sehr ländlich. Inmitten der Großsiedlung Marzahn hat sich das Dorf Alt-Marzahn samt Bockwindmühle erhalten. Niedrige, typisch märkische Häuser stehen rund um den langgestreckten Dorfanger mit der Backsteinkirche aus dem 19. Jahrhundert. Passend zur dörflichen Atmosphäre kräht aus einem der Höfe sogar noch ein Hahn.Weiterlesen

Grüne Runde in Pankow

Zum Bürgerpark Pankow, dem Schlosspark Niederschönhausen und dem Botanischen Volkspark
Länge: 18,8 km | Start: S Wollankstraße | Ziel: S Schönholz
[Beschreibung folgt]

Grüne Runde um das Olympiastadion

Kleine Rundwanderung mit Parkanlagen, Gärten und Naturschutzgebieten im Westend
Länge: 8,6 km | Start: S Olympiastadion | Ziel: S Pichelsberg
[Beschreibung folgt]

Dahlemer Parks und Gärten im Rosenmonat Juni

Zur Domäne Dahlem, den Schaugärten der ehemaligen Gärtnerlehranstalt und dem Botanischen Garten
Länge: 16,1 km | Start: S Grunewald | Ziel: S Hohenzollerndamm
Vom S-Bahnhof Grunewald geht es auf waldreichen Wegen fast bis nach Dahlem, zuerst am Ufer des Hundekehlesees, dann am Rand des Hundekehlefenns und schließlich unter alten Kiefern durch den schmalen, aber sehr langgezogenen Messelpark. Über die Felder der Domäne Dahlem wandere ich zu den Wirtschaftsgebäuden des ehemaligen Rittergutes, auf dem schon seit 800 Jahren Landwirtschaft betrieben wird. Auf einer Mauer vor dem Herrenhaus, dem ältesten Berliner Wohnhaus, wuchert die erste rosafarbene Kletterrose des Tages.

Ein Abstecher zur mittelalterlichen St.-Annen-Kirche am Rand des Dorfangers darf nicht fehlen, bevor ich zu den Schaugärten der ehemaligen Königlichen Gärtnerlehranstalt weitergehe. Vor einigen Jahren wurden der Rosengarten mit historischen Rosensorten und der Senkgarten mit Staudenbeeten nach alten Plänen wiederhergestellt. Nebenan in der Gartenakademie kann man nicht nur Pflanzen für den eigenen Garten oder Balkon kaufen, sondern auch Kaffee und Kuchen im Gartencafé genießen.

Im Botanischen Garten um die Ecke stehen Palmen in Holzkübeln vor der Kulisse des Großen Tropenhauses, das zu den größten Gewächshäusern der Welt zählt. Ich gehe nach einem Rundgang durch den Duft- und Tastgarten weiter zum Rosengarten und suche die stark duftende Damaszener-Rose, aus deren Blütenblättern das wertvolle Rosenöl hergestellt wird. Bei Familie Fuchs hat sich Nachwuchs eingestellt, ein hübscher und wenig scheuer Jungfuchs begegnet mir am Rand des Heilpflanzengartens. Besonders schön zeigen sich zu dieser Jahreszeit die künstlich angelegten Gebirgszüge, auf denen jetzt scheinbar alles gleichzeitig blüht.

Vorbei an weiteren Dahlemer Parkanlagen wie dem Gustav-Mahler-Platz und dem Erlenbusch erreiche ich die Zoppoter Straße, wo Rosenstöcke einige Vorgärten von Mehrfamilienhäusern schmücken. Richtig schön und üppig wird es jedoch erst fast am Schluss der Wanderung in der Kleingartenkolonie Oeynhausen. Im Rosenweg - wie sollte es anders sein - ranken besonders reich blühende Kletterrosen um viele Gartentüren.Weiterlesen

Britzer Garten und weitere Parkanlagen in Tempelhof

Vom Britzer Garten über den Volkspark Mariendorf zum Tempelhofer Hafen
Länge: 11,7 km | Start: Bus Britzer Garten | Ziel: U Alt-Tempelhof
Im Britzer Garten blühen im Rhododendronhain nahe des Eingangs Buckower Damm wie jedes Jahr im Mai die teilweise meterhohen Rhododendren. Den Regenschirm kann ich im Rucksack lassen, denn der Wetterbericht hat recht behalten: Wie versprochen hört der Regen am Nachmittag auf und es zeigen sich die ersten Sonnenstrahlen des Tages. Und so ist es heute in dem weitläufigen und sehr gepflegten Park, der aus der Bundesgartenschau 1985 hervorgegangen ist, nahezu menschenleer.

Ich gehe weiter über saftig grüne Rasenflächen zu dem kleinen Kopfweidenpfuhl und dem Karl-Foerster-Staudengarten in der Nähe. Der Lavendel wird hier demnächst blühen, ebenso wie die Rosen im benachbarten Rosengarten. Auch an dem großen, künstlich angelegten See befinden sich heute mehr Wasservögel als Besucher. Nach einer Runde durch die verschiedenen, von mannshohen Hecken getrennten Mustergärten verlasse ich den Britzer Garten am Ausgang Tauernallee.

Über den namenlosen Grünzug südlich der Britzer Straße kann man fast bis zum U-Bahnhof Alt-Mariendorf wandern. Ich biege aber vorher ab und durchquere den Volkspark Mariendorf mit dem großen, rechteckigen Blümelteich. Nördlich der Monopolsiedlung aus den 1920er Jahren liegt am Teltowkanal gegenüber des Tempelhofer Hafens das aus derselben Zeit stammende Ullsteinhaus, seinerzeit das größte Hochhaus in Deutschland. Weiter geht es durch den Franckepark, den Alten Park und den Lehnepark neben der alten Dorfkirche aus dem 13. Jahrhundert, bevor ich in Alt-Tempelhof wieder in die U-Bahn steige.Weiterlesen

Grüne Runde durch Berlin-Mitte

Ein Meer von Rhododendren, ein versteckter Park und ein Besuch bei »Solo Sunny«
Länge: 17,7 km | Start: S Tiergarten | Ziel: S Bellevue
[Beschreibung folgt]