Autor

Wanderfeeling in und um Berlin

Herzlich willkommen, lieber Wanderfreund! Ich bin Steffen und begeisterter Wanderer, der gerne entschleunigt zu Fuß und mit der Kamera in und um Berlin unterwegs ist. In diesem Wander- und Fotoblog stelle ich eine (bislang noch sehr kleine) Auswahl meiner Wanderungen vor, die umweltfreundlich auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind. Lust zum Nachwandern? Bei jeder Tour findest du einen Link zu Komoot mit einer Kartenansicht und dem GPS-Track zum Herunterladen. Viel Spaß bei neuen Entdeckungen auf »Schusters Rappen«!

Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal

Wanderungen in Berlin

So viele Waldgebiete und Uferwege an Seen, Flüssen und Kanälen wie in Berlin gibt es wohl in wenigen anderen Großstädten. Selbst in der Innenstadt lassen sich abseits von stark befahrenen Straßen ruhige Wanderstrecken durch Parkanlagen und Grünzüge finden.

Berliner Mauerweg | Entlang der Havel | Entlang der Spree | Parks und Gärten

Klein Köriser See

Wanderungen in Brandenburg

Sandmeer, Kiefernmeer, nichts mehr? Ich finde, Brandenburg hat viel mehr zu bieten: Seen, Wälder, Flüsse und Bachtäler in elf Naturparks, drei Biosphärenreservaten und einem Nationalpark, dazu über dreißig Städte mit historischen Stadtkernen. Genügend Ziele für abwechslungsreiche Wanderungen also!

Barnimer Land | Dahmeland | Elbe-Elster-Land | Fläming | Havelland | Lausitz | Potsdam | Prignitz | Ruppiner Land | Seenland Oder-Spree | Spreewald | Uckermark

Berlin / Wälder

Entlang der Grunewaldseenkette vom Hundekehlesee zum Schlachtensee  NEU 

Hundekehlesee – Hundekehlefenn – Grunewaldsee – Langes Luch – Riemeisterfenn – Krumme Lanke – Schlachtensee
Länge: 11,6 km | Start: S Grunewald | Ziel: S Schlachtensee
Wer sich außerhalb der frühen Morgenstunden an den Grunewaldsee wagt, sollte gegenüber den besten Freunden des Menschen nicht allzu negativ eingestellt sein. Im größten Hundeauslaufgebiet Berlins ist jedenfalls an großen und kleinen Hunden kein Mangel. Ich mache mir den Spaß und zähle die Vierbeiner, die mir bei meiner Wanderung über den Weg laufen. Am Hundekehlesee und dem Hundekehlefenn ist nur wenig los, doch dann komme ich mit dem Zählen kaum hinterher. Hinter dem Jagdschloss Grunewald ist am Wirthaus Paulsborn nicht nur das südliche Ende des Grunewaldsees erreicht, sondern die Zahl Vierzig deutlich überschritten. Vom Spitz bis zum Golden Retriever ist hier eigentlich für jeden (Hunde-)Geschmack etwas dabei.

Jenseits des Hüttenwegs auf den Pfaden entlang des Langen Luchs und des Riemeisterfenns kehrt schlagartig Ruhe ein, kaum ein Mensch oder Tier ist zu sehen. Dafür gibt es Einblicke in die Feuchtgebiete und Seen, die im Sommer hinter dem Blattwerk der Bäume kaum auszumachen sind. Erst an den breiten Uferwegen rund um die Krumme Lanke und den Schlachtensee wird es wieder lebhafter, doch überwiegen nun die zweibeinigen Besucher deutlich. Eine Tafel am Ufer zeigt ein Bild des Künstlers Walter Leistikow, der die Seen des Grunewalds immer wieder malerisch festgehalten hat. Hier am Ufer des Schlachtensees hat er sich, unheilbar an Syphilis erkrankt, Anfang des 20. Jahrhunderts das Leben genommen. Nur einige Schritte weiter sitzen Kormorane auf umgefallenen Baumstämmen im Wasser und trocknen ihr Gefieder, während zwei Stehpaddler weiter draußen eisern den See überqueren.Weiterlesen

Berlin / Parks und Gärten

Kleine Tiergartenrunde mit buntem Laub und weißen Flocken  NEU 

Neuer See – Rosengarten – Luiseninsel – Venusbassin – Englischer Garten
Länge: 7,3 km | Start: S Tiergarten | Ziel: S Tiergarten
Die Sonne, die am Mittag hinter Wolken hervorgekommen ist, hat mich für eine herbstliche Runde in den Tiergarten gelockt. Vor Ort allerdings ist von Sonnenstrahlen keine Spur mehr, stattdessen treibt der Wind Schneeflocken über die Wege. Was soll's, schön ist es hier trotzdem. Der Ruderbootverleih am Neuen See hat zwar bis zum Frühjahr geschlossen, aber auf den Wasserflächen sind trotzdem allerhand Enten, Gänse und Schwäne unterwegs. Vor allem die männlichen Mandarinenten sind bereits prächtig gefärbt und trotz der Temperaturen in Hochform. Nur von den Bibern, die mittlerweile auch im Tiergarten heimisch sind, ist heute nichts zu sehen.

Entlang der Fließe wandere ich im südlichen Teil vom Café am Neuen See zum Theodor-Fontane-Denkmal und vorbei an Brücken mit Jugendstilelementen und Adlerköpfen zur Luiseninsel. Ein zarter Veilchenduft liegt hier über den ornamentalen Beeten neben dem Standbild der jung verstorbenen Königin Luise. Weiter geht es zum Floraplatz mit der »Amazone zu Pferde« im Mittelpunkt und lebensgroßen Tierskulpturen aus Bronze, die sich um das Rondell gruppieren. Auf dem Venusbassin nebenan hat sich neben den Seerosen bereits eine dünne Eisschicht gebildet.

Der Parkteil nördlich der Straße des 17. Juni hat weniger Sehenswürdigkeiten zu bieten, schönes Herbstlaub von Buchen und Ahornen gibt es aber auch hier. Im Englischen Garten wird es botanisch etwas vielfältiger: Gelbe Ginkgoblätter bedecken die Wege, während Sumpfzypressen ihre rostbraune Herbstfärbung zeigen. Besonders reizvoll sind rund um den kleinen Teich die Büsche des Winterschneeballs, die bereits über und über mit rosa angehauchten und stark duftenden Blüten bedeckt sind.Weiterlesen

Brandenburg / Potsdam

Arkadien in Potsdam – Schlösser und Parks an der Havel  NEU 

Freundschaftsinsel – Kunst- & Kulturquartier Schiffbauergasse – Neuer Garten – Glienicker Brücke – Schlossgarten Glienicke – Jagdschlosspark – Böttcherberg – Park Babelsberg – Nuthepark
Länge: 15,2 km | Start: RE Potsdam | Ziel: RE Potsdam
Am Potsdamer Hauptbahnhof herrscht noch reger Betrieb, aber gleich nebenan auf der Freundschaftsinsel wird es beschaulicher. Von der gepflegten Gartenanlage, die zwischen zwei Havelarmen am Rand des Zentrums liegt, mache ich mich auf den Weg zu den großen historischen Parks rund um die Glienicker Brücke. Nördlich der Havel geht es vom Heilig-Geist-Park vorbei an Resten der Stadtmauer zum Kunst- und Kulturquartier Schiffbauergasse. Neben dem modernen Hans Otto Theater steht hier die alte Zichorienmühle, in der einst der Kaffeeersatz Muckefuck hergestellt wurde. Auf der anderen Havelseite ragt im Park Babelsberg bereits der Flatowturm empor.

Zuerst steht jedoch der Neue Garten auf dem Programm. Die Kübelpflanzen des Parks warten bereits im Innern der Orangerie auf den nächsten Sommer, während es am Staudenhof von Schloss Cecilienhof noch herbstlich bunt aussieht. Der Heilige See zwischen Gotischer Bibliothek, Marmorpalais und Grünem Haus ist im Sommer auch bei Badenden sehr beliebt, und selbst heute nutzen noch einige Unermüdliche den vermutlich letzten milden Herbsttag für ein sicher sehr erfrischendes Bad im Wasser.

Am Ufer des Jungfernsees geht es weiter zur Glienicker Brücke und hinüber zum Schlossgarten Glienicke auf der Berliner Seite des Sees. Passend zum Buchenlaub strahlen auch die vergoldeten, geflügelten Löwen am Eingang des Parks in der Herbstsonne. Vom Casino etwas erhöht über dem Havelufer gibt es einen letzten Blick über den Jungfernsee, bevor ich weiter Richtung Klein Glienicke wandere. Recht wuchtig kommt das Jagdschloss Glienicke daher, das heute als Bildungseinrichtung genutzt wird. Etwas versteckt auf dem bewaldeten Böttcherberg liegt hingegen die Loggia Alexandra mit hübschen Wandmalereien im Inneren.

Jenseits des Teltowkanals bietet sich von der Hügelkette vor Schloss Babelsberg eine fantastische Aussicht über die Havel hinüber zur Glienicker Brücke. Was wie Natur aussieht, wurde allerdings von Fürst Pückler geplant und gestaltet, der so eine idyllisch wirkende Ideallandschaft schaffen wollte. Etwas weiter wirft die tiefstehende Sonne lange Schatten durch die Bögen der mittelalterlichen Gerichtslaube, die früher einmal im Berliner Stadtzentrum stand und später nach Babelsberg versetzt wurde. Vom Flatowturm führt der Höhenweg schließlich wieder hinab zum Strandbad Babelsberg und – diesmal auf der südlichen Havelseite – zurück zum Ausgangspunkt.Weiterlesen

Berlin / Parks und Gärten

Kleine Runde durch das Schöneberger Südgelände und auf den Insulaner  NEU 

Naturpark Schöneberger Südgelände – Hans-Baluschek-Park – Kleingärten am Priesterweg – Insulaner
Länge: 6,2 km | Start: S Priesterweg | Ziel: S Priesterweg
Gleich neben dem S-Bahnhof Priesterweg liegt der Eingang zum Naturpark Schöneberger Südgelände (1 Euro Eintritt). Eingezwängt zwischen den Gleisen der S-Bahn und der Fernbahn hat sich die Natur in den letzten Jahrzehnten langsam den stillgelegten Rangierbahnhof Tempelhof zurückerobert. Neben und zwischen den alten Schienen ist ein junger Wald aufgewachsen, in dem noch Relikte aus der Eisenbahnzeit zu finden sind, darunter eine Drehscheibe, ein Wasserturm und eine Dampflokomotive. Jetzt im Herbst ist es besonders schön, wenn das Laub der zahlreichen Birken goldgelb gefärbt ist.

Am nördlichen Ende verlasse ich den Naturpark wieder und folge dem schmalen Hans-Baluschek-Park längs der S-Bahn, um bald in Berlins größte Kleingartenanlage abzubiegen. In den Kolonien, die Namen wie »Sonnenbad« und »Alte Ziegenweide« tragen, gibt es hier und da sogar noch ein paar ausdauernde Blüten zu sehen. Südlich der Kleingärten erhebt sich jenseits des Prellerwegs der Insulaner. Vom Planetarium am Fuß des Trümmerbergs wandere ich hinauf auf den 78 Meter hohen Gipfel mit der Wilhelm-Foerster-Sternwarte, die an wolkenfreien Wochenenden ihre Türen für Besucher öffnet. Der Blick in den Himmel ist hier oben sicher deutlich beeindruckender als der doch recht bescheidene Ausblick zwischen Waldlücken hindurch auf Schöneberg.Weiterlesen