Nach langer Pause wird es Zeit für eine weitere Etappe auf der Berliner Gürtellinie von Wegesammler Gregor Münch. Ausgangspunkt ist diesmal das ehemalige Dorf Lichtenrade im Süden Berlins. Abseits der lebhaften Einkaufsmeile ist in Alt-Lichtenrade rund um die Dorfkirche und den Giebelpfuhl – übrigens der größte Dorfteich Berlins – noch etwas von dem historischen Charme zu spüren.
Am Rand der ruhigen Wohnsiedlungen ändert sich jenseits des Berliner Mauerwegs schlagartig das Bild. Entlang von Birkenalleen und Gehölzstreifen schlängelt sich die Gürtellinie nun durch eine weite brandenburgische Landschaft mit Getreidefeldern und Sonnenblumenmeeren. Abweichend vom offiziellen Verlauf folge ich Gregors Vorschlag für einen Abstecher durch Großziethen. Neben einer Feldsteinkirche, alten Dorfhäusern und dem hinter Feldsteinmauern verborgenen Gutspark gibt es hier auch das Tagelöhnerhaus zu sehen, das älteste erhaltene Wohnhaus des Ortes.
Bald darauf geht es wieder hinaus in die Feldlandschaft und zurück auf die Gürtellinie. Die erhöhte Pferdeäpfeldichte lässt keinen Zweifel daran, wo rund um Großziethen das Glück dieser Erde zu finden ist. Immer geradeaus erreiche ich, nun wieder auf Berliner Gebiet, den Dörferblick. Auf dem Gipfel des begrünten Schuttbergs bietet sich ein herrlicher Blick über die umliegenden Dörfer, den Flughafen Berlin Brandenburg und die Gropiusstadt. Immer im Grünen führt der Weg schließlich meist dicht am Rudower Fließ bis ins Zentrum von Rudow.