Wie heißt es doch so schön: Im Leben lernt man nie aus. In diesem Sinne kann eine Weiterbildungsmaßnahme auf dem Turmwanderweg auch im fortgeschrittenen Alter nicht schaden. Am Übergang des Barnimer Hochplateaus zum Oderbruch führt er zwischen Falkenberg und Bad Freienwalde durch eine fast schon mittelgebirgsartig anmutende Landschaft. Unterwegs warten vier Aussichtstürme, die in der Regel von April bis Oktober geöffnet sind. Nach Bezwingung aller Türme winkt am Ende sogar ein Turmdiplom!
Ein gutes Stück hinter Falkenberg liegt mitten im Wald der Bismarckturm, von dem aus sich ein erster wunderbarer Ausblick über Baumkronen hinweg auf das nördliche Oderbruch bietet. Kurz darauf treffen wir auf das Gipfelkreuz am Märkischen Watzmann. Ganz so hoch wie sein alpenländisches Pendant ist er mit gerade einmal 106 Metern allerdings nicht. Zwischen herrlichen Buchenwäldern schlängelt sich der Weg wieder hinab zum Teufelssee und nach Bad Freienwalde. Am Ortsrand befindet sich neben dem Haus der Naturpflege mit dem Eulenturm der kleinste der vier Türme.
Umso höher hinaus geht es dafür etwas weiter an den Schanzen am Papengrund, dem nördlichsten Skisprungzentrum Deutschlands. Aus der Perspektive eines Skispringers kurz vor dem Start sieht die Welt vom Schanzenturm doch deutlich anders aus! Mit reichlich Auf und Ab sowie einem schier endlosen Treppenweg wandern wir am Rand des Kurviertels weiter zum Aussichtsturm auf dem Galgenberg, von dem aus sich ein schöner Stadtblick eröffnet. Für die komplette Stempelkarte gibt es in der Tourismusinformation oder per Post nach 500 Höhenmetern und über 400 Turmstufen das wohlverdiente Turmdiplom.
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