Von Hennigsdorf immer an der Havel entlang zur Spandauer Altstadt

Wasserreiche Wanderung auf dem Berliner Mauerweg und dem Grünen Hauptweg 12
Länge: 17,7 km | Start: RE Hennigsdorf | Ziel: S Spandau
In der Nähe des Hennigsdorfer Bahnhofs beginnt am Stadthafen der Berliner Mauerweg, der immer an der Havel entlang bis nach Spandau führt. Als Wanderer muss ich mir den Weg allerdings mit vielen Radfahrern teilen, denn in diesem Bereich verläuft auch der Radweg Berlin-Kopenhagen. Am Bahnwerk vorbei erreiche ich den Havelkanal, der erst nach dem Mauerbau zur Umfahrung der durch Berlin fließenden Havel angelegt wurde.

Die Uferpromenade in Nieder Neuendorf ist herrlich grün, zwischendurch blüht hier und da die Goldrute. Immer wieder ergeben sich neue Blicke durch Büsche und Bäume hindurch auf die Havel und den gegenüber liegenden Berliner Ortsteil Heiligensee. Plötzlich steigt vor mir in einiger Entfernung dichter, schwarzer Rauch am Rand der Promenade auf: Ein kleines Motorboot ist am Ufer in Brand geraten. Kurz darauf kommt schon die Feuerwehr, um das lichterloh brennende Boot zu löschen.

Nur für kurze Zeit kann ich am Ortsende von Nieder Neuendorf den sonst durchgängig asphaltierten Weg verlassen und zur Abwechslung einen angenehm weichen Pfad durch Birken- und Kiefernwald folgen. Etwas später erzählen Informationsstelen von den Laubenkolonien Fichtewiese und Erlengrund, die zwar zum Westteil Berlins gehörten, als Exklaven jedoch vollständig von DDR-Gebiet und der Berliner Mauer umschlossen waren. Auf einem Foto sind zwei Kleingärtner mit Schubkarre zu sehen, die vor einer Tür in der Mauer stehen und darauf warten, von den Grenzposten zu ihren Gärten durchgelassen zu werden.

Nachdem der Berliner Mauerweg abzweigt und um den Spandauer Forst herum verläuft, folge ich nun dem Grünen Hauptweg 12, um möglichst nah an der Havel zu bleiben. Campingplätze am Wegesrand weichen bald Kleingartenanlagen und neu erbauten Einfamilienhäusern. Der Norden Spandaus hat sich in den letzten Jahren stark verändert, überall in der Wasserstadt rund um die Havel wachsen mehrstöckige Wohnhäuser aus dem Boden. Ich gehe an ehemaligen Lagerhäusern vorbei, in denen sich jetzt sicher nicht ganz günstige Wohnungen mit unverbaubarem Wasserblick befinden. Der Kirchturm von St. Nikolai taucht am Horizont auf, nun ist es nicht mehr weit zur Spandauer Altstadt.Weiterlesen

Runde durch den Spandauer Forst zum kältesten Ort von Berlin

Waldwanderung mit Architektur, Feuchtgebieten und Wiesen im Nordwesten von Berlin
Länge: 16,9 km | Start: Bus Johannesstift | Ziel: Bus Johannesstift
Im Spandauer Forst gibt es, anders als der Name vermuten lässt, nicht nur Wald zu erleben, sondern auch interessante Architektur (Johannesstift), urige Natur (Teufelsbruch und Kuhlake) und weite Wiesen (Eiskeller).

Ich beginne meine Wanderung am Evangelischen Johannesstift mit sehenswerten Backsteinbauten vom Anfang des 20. Jahrhunderts. Nicht weit entfernt liegt das Teufelsbruch, eines von mehreren Mooren im Spandauer Forst. Aufgrund des hohen Wasserstands ist der Dammweg durch den Bruchwald überflutet und höchstens mit Gummistiefeln begehbar. Ich wähle die trockene Alternative außen herum und gelange durch abwechslungsreichen Mischwald auf den Mauerweg.

Nach einer Weile erreiche ich die frühere Exklave Eiskeller, den kältesten Ort von Berlin. In den Wintermonaten ist es hier immer deutlich kälter als im Stadtgebiet. Schmale Trampelpfade führen entlang des ehemaligen Grenzverlaufs um die Wiesen von Eiskeller herum, auf denen man fast immer Damwild beobachten kann. Dass sich hier einmal eine der am stärksten gesicherten Grenzen befand, ist heute kaum mehr zu erahnen.

Zeit für den Rückweg. Ich folge auf schattigen Waldwegen dem Lauf des Kreuzgrabens und der Kuhlake. Bei den weitläufigen Tiergehegen am Johannesstift sind die Wildschweine noch sehr aktiv. Während sie sich im Wald meistens nur durch ihren Maggi-Duft verraten, kann man sie hier einmal sicher aus nächster Nähe erleben.Weiterlesen

Auf dem Berliner Mauerweg im Bereich Kleinmachnow / Teltow

Wilde Natur im ehemaligen Grenzstreifen bei Kleinmachnow und entlang des Teltowkanals
Länge: 13,3 km | Start: S Nikolassee | Ziel: S Lichterfelde Süd
[Beschreibung folgt]