In Alt-Lübars, das sich seinen dörflichen Charakter bis heute bewahrt hat, beginnt in Begleitung der Wanderfreundinnen Helga und Irene diese Runde durch die ländliche Gegend im Norden Berlins. Am Rand des Dorfes befindet sich eine Osterquelle, die wir uns jedoch für später aufheben. Stattdessen wandern wir zunächst hinauf zum Freizeitpark Lübars und seinen herrlichen Ausblicken gen Westen auf das Märkische Viertel sowie gen Osten über die Rodelbahn hinweg nach Blankenfelde.
Über die Gleise der Heidekrautbahn geht es durch die kleinteilige Feldlandschaft des LSG Blankenfelde weiter zum Kleinen Zingerteich und dem Botanischen Volkspark Blankenfelde. Das Café an den Gewächshäusern hat geöffnet und lädt zu einer kurzen Kaffeepause ein. Nach einem Stück an der Blankenfelder Chaussee folgen wir wieder grünen Feldrändern nach Blankenfelde. Einige Pferde beäugen die vorbeiziehenden Wanderer ebenso wie zwei Hochlandrinder mit ihren noch sehr jungen Kälbern. Zu dem ersten zarten Grün an den Bäumen gesellen sich überall von unzähligen weißen Blüten bedeckte Gehölze, die später im Sommer Mirabellen und Kirschpflaumen tragen werden. Besonders üppig ist die Blütenpracht im Naturschutzgebiet am Köppchensee.
Bald darauf erreichen wir die Osterquelle bei Lübars. Wie jedes Jahr ist sie auch diesmal zu Ostern mit Blüten dekoriert, die vom kräftigen Wind allerdings bereits vom Quellenrand hinweggeweht wurden. Früher sollen Lübarser Mädchen hier das reine Oster- und Taufwasser geholt haben. Vermutlich verdankt die Quelle ihren Namen allerdings gar nicht dem Osterfest, sondern dem althochdeutschen Wort für Osten, wofür auch die Lage östlich des Dorfes spricht.