Auf dem Gelände der Römerstadt Colonia Ulpia Traiana befindet sich heute der Archäologische Park Xanten, das größte Freilichtmuseum seiner Art in Deutschland. Lange Alleen, die den einstigen Straßenverläufen folgen, führen zum Römermuseum mit originalen Funden sowie zu Rekonstruktionen der Thermen, des Amphitheaters und einer römischen Herberge. Mit etwas Fantasie kann es durchaus sein, dass zumindest vor dem inneren Auge auch der Rest der Stadt wieder lebendig wird.
Nach dem Ausflug in die Vergangenheit zieht es mich in die Ferne an Nord- und Südsee. In Xanten liegen aber beide in Form von künstlich durch Kiesabbau entstandenen Seen dicht beieinander. Die Uferwege sind gut besucht, neben schattigen Waldabschnitten gibt es grüne Wiesen mit gelben Hahnenfußblüten und immer wieder schöne Ausblicke auf das Wasser und hinüber zur Altstadt. An der Wasserskianlage neben dem Strandbad am Südsee geben einige Wasserskiläufer eine Vorstellung ihres Könnens.
Zum Abschluss geht es vorbei an der Kriemhildmühle und durch das Klever Tor noch in die Altstadt rund um den mächtigen Dom St. Viktor. So mancher Stein aus der aufgegebenen Römerstadt wurde in späteren Jahrhunderten für neue Bauwerke verwendet. Dem Heiligen Viktor, der hier begraben sein soll, verdankt die Stadt übrigens auch ihren Namen: Damals pilgerte man »ad sanctos« (»zu den Heiligen«), was später zu »Xanten« wurde.