Mit einem Besuch des kleinen Botanischen Gartens beginnt diese Runde durch das grüne und überraschend hübsche Neuss. Einen gepflegten Eindruck hinterlässt auch der Alte Stadtgarten mit dem Stadtgartenweiher im Zentrum. Ab und zu sind die exotischen Rufe der Halsbandsittiche zu hören, die sich in milden Klima des Niederrheins anscheinend sehr wohlfühlen. Vorbei an stattlichen Häusern des Gründerzeitviertels betrete ich durch das Hamtor, eines der ehemals fünf Neusser Stadttore, die Innenstadt.
Die Gassen rund um das Quirinus-Münster sind ebenso wie zwei Hafenkräne anlässlich der diesjährigen Landesgartenschau mit großen Blumenkugeln geschmückt. Das eigentliche LAGA-Gelände befindet sich nur einen Steinwurf entfernt auf der ehemaligen Galopprennbahn, die zu einem Stadtpark umgestaltet wurde. Spuren der früheren Nutzung wie die Sandbahn, das Tribünengebäude und die Pferdestallungen blieben bewusst erhalten. Für Sparfüchse empfiehlt sich übrigens das günstige Feierabendticket für fünf Euro, mit dem man die Gartenschau ab 17 Uhr besuchen kann.
Nach dem Rundgang geht es durch das mittelalterliche Obertor am südöstlichen Rand der Innenstadt zum Rosengarten und dem Neuen Stadtgarten. Im Gegensatz zum (noch) etwas luftigen Gelände der Landesgartenschau prägen hier viele alte Bäume das Bild der gewachsenen Parkanlagen zwischen dem Erftmühlengraben und dem Nordkanal. Zu guter Letzt führt mich der Weg an der Obererft entlang fast immer im Grünen wieder zurück zum Ausgangspunkt.