Von den Lienewitzseen über Caputh und Geltow nach Potsdam

Schöne Wanderung auch an heißen Tagen mit vielen Bademöglichkeiten an Waldseen und am Havelufer
Länge: 17 km | Start: RB Ferch-Lienewitz | Ziel: RB Potsdam-Pirschheide
Die Seen und Wälder im Naturschutzgebiet »Lienewitz-Caputher Seen- und Feuchtgebietskette« sind ein schönes Wanderziel für heiße Tage. Nicht weit vom Bahnhof Ferch-Lienewitz entfernt liegt bereits der erste See des Tages, der Kleine Lienewitzsee. Eine mächtige, angeblich bereits 800 Jahre alte Eiche steht am Ufer, das von zahlreichen kleinen Badebuchten gesäumt wird. Der benachbarte Große Lienewitzsee gibt sich deutlich verschlossener, nur an der weitläufigen Badewiese im Nordosten lichtet sich der Schilfgürtel etwas.

Durch luftige Kiefernwälder und dichtere Mischwälder wandere ich weiter zum Caputher See. Auch hier finden sich entlang des Seeufers kleine und schattige Plätze für eine längere Pause, sei es zum Baden oder einfach nur zum Seele baumeln lassen. In Caputh selbst lohnt ein Besuch der Dorfkirche von Friedrich August Stüler und des Schlosses aus der Zeit des Großen Kurfürsten. Ein erster Ausblick auf die herrliche Havellandschaft bietet sich im Schlosspark, und auch später führen etwas versteckte Wege immer wieder näher an das Ufer der Havel heran.

Rund um die Seilfähre ist viel Betrieb heute, vor dem Fährkrug hat sich sogar eine Warteschlange von Hungrigen gebildet. Ein kleiner Eisbecher von der Eisdiele an der Uferpromenade muss natürlich sein, bevor ich die Havel auf der Eisenbahnbrücke am Rand des Schwielowsees überquere. Nun geht es auf der nördlichen Havelseite weiter, erst am Ufer des Petzinsees entlang, dann durch die Pirschheide und über den Campingplatz Sanssouci bis zum Stadtrand von Potsdam.Weiterlesen

BUGA 2001 Reminiszenzen

Lange Rundwanderung zu Standorten der Bundesgartenschau 2001 und historischen Parkanlagen
Länge: 23,6 km | Start: S Potsdam Hauptbahnhof | Ziel: S Potsdam Hauptbahnhof
Auf meiner heutigen Tour möchte ich drei Standorte der Bundesgartenschau 2001 besuchen und mit anderen historischen Parkanlagen und Uferwegen verbinden. Der erste Standort liegt sehr zentral neben dem Potsdamer Hauptbahnhof: Es ist der Staudensichtungsgarten auf der Freundschaftsinsel, die von zwei Havelarmen umflossen wird. Die Anlage wurde zur BUGA saniert und zeigt sich heute in alter Schönheit mit thematischen Gartenbereichen und Skulpturen aus frühen DDR-Jahren. An der Havel wandere ich weiter und erreiche über den Schafgraben den Park Sanssouci. Sommerblumen blühen rund um das Schloss Charlottenhof ebenso wie an den Römischen Bädern und im Botanischen Garten an der Maulbeerallee.

Nach einer abenteuerlichen Wanderung auf schalen Pfaden durch das Katharinenholz gelange ich zum Karl-Foerster-Garten, dem zweiten Standort der BUGA. Der Staudenzüchter Karl Foerster errichtete 1912 den Garten samt Wohnhaus neben seiner Gärtnerei. Frei nach Foersters Motto »Es wird durchgeblüht« gibt es hier eigentlich immer etwas zu sehen. Hinter dem Wohnhaus liegt der Herbstgarten und ein Steingarten, vor dem Haus der Frühlingsgarten und der Senkgarten mit einem kleinen Teich in der Mitte. Ich hole mir ein Eis aus der Gärtnerei und genieße die Blütenwelt in diesem gärtnerischen Kleinod.

Am Rand der Bornimer Feldflur geht es weiter zum dritten Standort, dem Volkspark Potsdam. Er wurde auf dem Gelände eines militärischen Übungsgebietes angelegt, wobei die Wallanlagen der Schießstände erhalten blieben. An einem dieser Wälle blüht diesmal der Lavendel in langen Reihen, so dass ich mich fast wie in die Provence versetzt fühle. Auf Bändern entlang der Wälle wachsen Rosen und Gräser, während im Pyramidengarten mediterrane Stauden vorherrschen. Nach einer Runde durch den weitläufigen Park wandere ich zum Belvedere auf dem Pfingstberg, weiter zur Orangerie im Neuen Garten und über Uferwege an der Havel wieder zurück zum Hauptbahnhof.Weiterlesen

Von Marquardt über die Bornimer Feldflur zum Jungfernsee und Griebnitzsee

Eine Tour der Gegensätze: Sonnige Feldwege in der ersten Hälfte, schattige Uferwege in der zweiten Hälfte
Länge: 22,6 km | Start: RB Marquardt | Ziel: S Griebnitzsee
Aus seinem Dornröschenschlaf der letzten Jahrzehnte ist Schloss Marquardt leider noch nicht erwacht. Vereinzelt wird es für Veranstaltungen oder als Filmkulisse genutzt, eine dauerhafte Nutzung ist aber nicht in Sicht. Über die Wiesen des von Peter Joseph Lenné gestalteten Landschaftsparks wandere ich hinunter zu der kleinen Badestelle am Schlänitzsee und weiter zum Sacrow-Paretzer-Kanal, der auf der Bahnbrücke überquert werden kann.

Südlich des Kanals beginnt bereits die Bornimer Feldflur. Auf der Hinfahrt leuchtete mir ein rot blühendes Mohnfeld durch das Zugfenster entgegen, in dessen Nähe ich nun wandere. Etwas weiter lädt am Großen Heineberg ein Obstgut mit Hofladen zum Selbsternten von Erdbeeren und Kirschen ein. Lange Alleen mit Obstbäumen, Maulbeerbäumen und Linden durchziehen die Feldlandschaft, die ebenfalls aus der Hand von Peter Joseph Lenné stammt. Zur Bundesgartenschau 2001 in Potsdam wurde das Wegenetz nach historischen Plänen wiederhergestellt. Ich freue mich über etwas Schatten unter alten Linden, denn heute scheint die Sonne von einem fast wolkenlosen Himmel.

Richtig schattig und ein paar Grad kühler wird es erst auf dem schönen Fuß- und Radweg am Jungfernsee, der fast immer am Wasser entlang bis zur Glienicker Brücke verläuft. Ein herrliches Wasserpanorama mit bewaldeten Ufern tut sich vor mir auf: links der Königswald mit dem Sacrower Schlosspark, rechts der Glienicker Park, dazwischen die Pfaueninsel mit dem weißes Schlösschen. Durch den Neuen Garten an Schloss Cecilienhof vorbei erreiche ich die Glienicker Brücke, auf der ich die Havel überquere. Der restliche Weg folgt nun mit Blick auf großzügige Babelsberger Villen dem waldreichen Ufer des Griebnitzsees zum gleichnamigen S-Bahnhof.Weiterlesen

Runde im Nordwesten von Potsdam

Vom Wildpark in Potsdam auf den Reiherberg in Golm, entlang der Wublitz und durch das Golmer Luch
Länge: 21,4 km | Start: RE Park Sanssouci | Ziel: RE Park Sanssouci
[Beschreibung folgt]