Rund um den Klein Köriser See

Schöne Wege im Kiefernwald und immer wieder neue Blicke auf den Klein Köriser See
Länge: 18,2 km | Start: RB Groß Köris | Ziel: RB Groß Köris
Statt großer Highlights gibt es auf der heutigen Wald- und Seenwanderung ab Groß Köris vor allem kleine Entdeckungen am Wegesrand: einen Ameisenhaufen im lichten Kiefernwald, zwei sich jagende Eichhörnchen an einem Baum und einen ausgedienten, rostigen Anhänger, der langsam von Pflanzen überwuchert wird. Und natürlich immer wieder neue Ausblicke auf den Klein Köriser See. Während ich am Seeufer stehe und mir einen Teppich blühender Seerosen ansehe, kommen zwei Schwäne mit erhöhter Geschwindigkeit auf mich zugeschwommen. Ihr Betteln nach ungesunden Leckereien hat bei mir allerdings keine Aussicht auf Erfolg.

Einige Highlights hat Klein Köris dann doch zu bieten. Die altersschwache Friedenseiche wurde von Künstlern zu einem Drachenbaum mit geschnitzten Drachenköpfen umgestaltet. Etwas weiter macht mich ein Wegweiser neugierig auf die »Germanische Siedlung”. Leider ist das Freilichtmuseum nur einmal im Monat geöffnet, doch auch über den Zaun hinweg kann man einen Blick auf die Nachbauten germanischer Häuser werfen, zu denen in den nächsten Jahren noch weitere hinzukommen sollen.

Hinter Neubrück geht es nun auf der nördlichen Seite des Sees wieder langsam zurück nach Groß Köris. Auf dem schönen, von Kiefernnadeln bedeckten Waldweg wandere ich meist nicht weit entfernt vom Ufer. Abgesehen von einigen Anglern, die in großen Zelten anscheinend das gesamte Wochenende am See verbringen, ist in den lockeren Kiefernwäldern nicht viel los. In der Ferne läuten Kirchenglocken, vor der Jugendherberge am anderen Seeufer wird Gitarre gespielt, ansonsten rauscht meist nur der Wind in den Baumkronen.

Auf dem letzten Stück des Weges ist die direkte Durchquerung von Groß Köris momentan nicht möglich, da die Zugbrücke im Ort noch bis April 2023 erneuert wird. Der Umweg durch Wald und kleine Siedlungsgebiete erweist sich aber schließlich sogar als die reizvollere Variante.Weiterlesen

See-Hopping und Waldbaden im Dahme-Seenland

Erfrischende Wanderung zu Tonseen mit glasklarem Wasser und durch luftige Kiefernwälder
Länge: 16 km | Start: RB Bestensee | Ziel: S Königs Wusterhausen
35 Grad sind laut Wetterbericht angekündigt - sicherlich nicht gerade das optimale Wanderwetter. Es sei denn, man sucht sich wie ich heute eine Gegend mit schattigen Wäldern und genügend Seen zum Abkühlen aus.

Vom Bahnhof in Bestensee ist es nicht weit zur ersten Badestelle mit Sandstrand am Todnitzsee. Nach einer längeren Pause umrunde ich die Südspitze des Sees und wandere zu den beiden Tonteichen bei Körbiskrug, in denen früher Ton für die Ziegelei in Pätz gewonnen wurde. Heute sind sie bekannt für ihr wunderbar klares Wasser, allerdings fällt der Grund bereits relativ dicht am Ufer steil ab. Überall rund um den Kleinen Tonteich und den Großen Tonteich gibt es größere Badewiesen und individuelle Badestellen, an denen sich die Hitze gut ertragen lässt.

Nach mehreren Erfrischungspausen mit mäßigem Wanderfortschritt wird es doch Zeit, das Tempo etwas zu steigern. Ich wandere also weiter zum Zeesener See, dessen Ufer bis auf einen kleinen Abschnitt im Südosten größtenteils unzugänglich ist. Nach den nassen Abkühlungen folgt nun das Bad in den luftigen Kiefernwäldern Richtung Senzig. Ganz so erfrischend wie in den Seen ist es dann zwar doch nicht, dafür aber vollkommen menschenleer. Eine letzte Bademöglichkeit bietet schließlich der Krimnicksee bei Königs Wusterhausen. In den angrenzenden Laubwäldern des Tiergartens gibt es allerdings nicht nur interessante Holzskulpturen, sondern auch unzählige Mücken, die mich von einer weiteren Pause abhalten und gleich zum Bahnhof weitergehen lassen.Weiterlesen